Sonntag, 3. August 2014

Traumhafte Auszeit!

Nach einer kleinen, teils unfreiwilligen Auszeit, melde ich mich heute mit griechischem Salat wieder zurück! Bei dem Genuss dieses Salates schwebe ich viele Kilometer weit weg, auf die schöne griechische Insel Kos. In den normalen Hotels ist es mit einheimischer Küche ja leider oft nicht weit her, doch das Vorspeisenbuffet erfreute sich bei uns allergrößter Beliebtheit! Die Highlights, die Gott sei Dank jeden Abend aufgetischt wurden, waren frische, griechische Oliven, Tsatziki und griechischer Salat. Einmal sind wir dann aber doch ausgebüchst um die echte griechische Küche zu genießen.
Zuerst will ich euch aber noch kurz meinen griechischen Salat zeigen, der uns auf unser Urlaubsrevival eingestimmt hat, bei dem wir endlich alle Fotos sortieren und überhaupt anschauen konnten. Für den Salat habe ich frische Bio-Tomaten vom eigenen Balkon und eine Bio-Gurke vom Bio-Bauernhof verwendet. Um das Urlaubsfeeling perfekt zu machen, hab ich den Salat mit griechischen Oliven und original kosischem Olivenöl, quasi unserem persönlichen Urlaubsmitbringsel, getoppt. Nach dieser Bestenliste, verschweigen wir einfach, dass sowohl der Fetakäse, als auch die Zwiebeln aus dem heimischen Supermarkt kommen...
Geschmeckt hat er trotzdem und die Urlaubserinnerungen waren toll! Einige davon möchte ich euch nicht vorenthalten. Viel Spaß! :-)
Das echte griechische Essen haben wir in dem Bergdorf Zia verköstigt. Angeblich ist die Küche dort noch nicht an den touristischen Gaumen angepasst, da auch die Griechen selbst dort am Abend und am Wochenende die Leckereien genießen. Als ich das gehört habe, war mir klar: Da müssen wir hin! 
Wir haben ein tolles Lokal mit RoofGarden ausgewählt, wo man einen herrlichen Ausblick genießen konnte. 
Typisch Deutsch, hätten wir eine Vorspeise bestellt und jeder einen Hauptgang. Unser freundlicher Kellner hat uns aber wohl schon an der Nasenspitze angesehen, dass wir es heute mal auf die griechische Art machen wollten. Seiner Empfehlung haben wir dann schließlich auch vertraut und wir wurden absolut belohnt! Angefangen haben wir mit drei Vorspeisen: Tsatziki, griechischem Salat und Manouri. Letzteres war mein persönliches Highlight. Manouri ist ein griechischer Frischkäse, der mit Yugkateig (das ist zumindest meine Vermutung) umwickelt, ausgebacken wurde und dann mit Honig beträufelt und einigen Granatapfelkernen serviert wurde. Selbstverständlich waren Tsatziki und Salat auch göttlich und noch tausendmal besser als im Hotel oder daheim, doch der Käse mit der Kombi aus salzig, süß und sauer, war fantastisch. Prince Charming fand den Popcorn-Käse (so hat er ihn getauft) auch gut, allerdings fand er ihn wohl zu üppig. Macht nichts, so blieb mehr für mich! :-) 
Als Hauptgang haben wir uns, ganz griechisch, eine Portion Souvlaki geteilt. Die Spieße wurden mit Reis, Pommes und zwei verschiedene. Dipsaucen serviert. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nicht mehr daran gedacht habe das Souvlaki auch noch zu fotografieren... Aber ich war schon im "griechischen-Käse,-Salat-und Knoblauch-Himmel", da denkt man an so weltliche Dinge wie "für-die-Erinnerungen-fotografisch-festhalten" nicht mehr.
Eine weitere kulinarische Leckerei ist vermutlich weniger griechisch geprägt, als vielmehr für nette Touristen gedacht. Ein Tagesausflug hat uns nämlich auf die Vulkaninsel Nisyros geführt, auf der sogar Essen und Getränke vulkanisch sind. So kamen wir nach einer tollen Tour durch das griechische Bergdorf, in den Genuss von Vulkankuchen. Ein richtig üppiger Schokokuchen mit weichem bis sehr weichem Kern und dazu eine Kugel Vanilleeis. Wie das Foto verrät, war der Vulkankuchen eine Sünde wert. 
Nach der Dorfbesichtigung ging es dann nach unten zur Caldera, dem größten europäischen inaktiven Vulkankrater, in den man sogar runterspazieren konnte. So ganz wohl war mir bei dem Gedanken von vielen tausend Grad unter meinen Füßen anfangs nicht, aber gelohnt hat es sich auf jeden Fall. Schon cool wenn man behaupten kann, dass man auf einem Vulkan getanzt hat. :-)
Erholen konnten wir uns dann bei Vulkankaffee (Vorsicht Hochprozentig!) und Soumada, einem Getränk aus Mandelsirup. Geschmacklich sehr lecker, aber wahnsinnig süß.

Nach dem kleinen Eindruck versteht ihr bestimmt, dass ich eigentlich nicht mehr wieder kommen wollte und nur mit bester Überredungskunst davon überzeugt werden konnte, ins Flugzeug zu steigen. Am liebsten wäre ich nämlich sofort nach Nisyros ausgewandert! Auf der Insel gibt es nämlich eine wahnsinnig große Auswahl an Kräutern und Gewürzen und eine spezielle Kapernsorte. Außerdem habe ich hab mich schon in meinem Garten mit einem eigenen Zitronenbaum, und - meine persönliche Traumvorstellung - einem eigenen Granatapfelbaum, gesehen! Ist das nicht absolut überzeugend?! 

Dummerweise habe ich mich doch bequatschen lassen und bin wieder in Deutschland gelandet... Hab ich schon erwähnt, dass Nisyros über 300 Sonnentage hat?! Da fragt man sich doch, wer bei solchen Aussichten noch freiwillig in ein Flugzeug steigt...

Wie dem auch sei, jetzt bin ich wieder hier und ich hoffe euch hat mein kleiner großer Urlaubsbeitrag gefallen. :-)

Das Rezept zum griechischen Salat folgt hier.


Zutaten für 2 Personen:
  • 1/2 Gurke
  • 5 große Tomaten
  • 1/2-1 große rote Zwiebel
  • 180 g gemischte griechische Oliven mit Stein
  • 100-150 g Fetakäse
  • Weißweinessig
  • griechisches Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung: 
  1. Gurke halbieren, längs halbieren und in halbe Scheiben schneiden. Von den Tomaten den Strunk entfernen und irgendwie in grobe Stücke schneiden. Zwiebel in Ringe schneiden. Feta würfeln.
  2. Die Salatzutaten in einer großen Schüssel mischen. Mit Salz, Pfeffer, Essig und Öl abschmecken. 
  3. Dazu gab es bei uns knuspriges Ciabatta mit Knoblauchöl beträufelt.

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